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26.08.2026

Andrea & Jacob: Apfelanbau in Familienhand

Andrea Erlacher und Jacob Gamper führen ihre Höfe als Familie und setzen dabei auf biologischen Apfelanbau.

„Bei uns hilft jeder mit.“ Dieser Satz von Andrea Erlacher beschreibt ziemlich genau, wie es auf ihren Höfen läuft.
Andrea bewirtschaftet den Töller Hof in Oberplars, ihr Mann Jacob den nahe gelegenen Gruberhof. Zwei Höfe, eine Familie und viele Aufgaben, die sie gemeinsam lösen. Auch ihre Eltern packen weiterhin mit an.

Zwei unterschiedliche Wege zum eigenen Hof
Andrea wollte ursprünglich Krankenschwester werden und schloss 2017 ihr Studium an der Claudiana in Bozen ab. Danach zog es sie erst einmal hinaus in die Welt. Über ein Auslandsjahr kam sie auf eine biologische Farm in Südafrika. Dort arbeitete sie mit Tieren und lernte die Landwirtschaft aus einer neuen Perspektive kennen.
Die Erfahrung brachte sie schließlich zurück zu ihren eigenen Wurzeln. Wieder in Südtirol arbeitete Andrea ein Jahr auf dem elterlichen Apfelhof mit und entschied sich, ihn weiterzuführen. Ende 2022 übernahm sie den Betrieb von ihrem Vater.

Für Jacob war der Weg schon immer klar. Er wuchs mit der Arbeit am elterlichen Hof auf und wusste, dass er den Betrieb eines Tages übernehmen möchte. Für ihn bedeutet diese Entscheidung auch Verantwortung gegenüber dem, was die Familie aufgebaut hat.

Biologisch seit 1999
Eine Gemeinsamkeit verbindet die beiden Höfe schon lange. Sowohl Andreas Vater als auch Jacobs Vater stellten ihre Betriebe 1999 auf biologischen Anbau um.
Andrea kennt den Apfelanbau deshalb ausschließlich biologisch. Für sie war es selbstverständlich, diesen Weg fortzusetzen. Besonders wichtig ist ihr dabei die Artenvielfalt. In und rund um die Apfelanlagen finden sich unter anderem Rosen, Olivenbäume, Vogelhäuser, Nistplätze und Steinmauern.

Ein hölzerner Nistkasten hängt zwischen den Apfelbäumen in einer Apfelanlage von Andrea Erlacher und Jacob Gamper.
©IDM Südtirol/Südtiroler Apfelkonsortium/Manuel Ferrigato

Auch die Pflege der Flächen spielt eine Rolle. Andrea und Jacob mähen beispielsweise alternierend. Dabei bleibt jeweils eine Zeile länger stehen, sodass dort Gräser und Blumen wachsen können und das Insektenleben gefördert wird. Jacob sieht gerade im biologischen Anbau einen engen Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und natürlichen Nützlingen.
Der biologische Anbau bringt gleichzeitig Herausforderungen mit sich. Schädlinge, Krankheiten und Wetterextreme verlangen laufende Beobachtung und Erfahrung.

Ein Betrieb, in dem alle mithelfen
Andrea beschreibt ihren Hof selbst als „kleinen biologischen Familienbetrieb“. Das passt auch zu ihrem Arbeitsalltag. Die beiden teilen die Aufgaben untereinander auf und ihre Eltern packen weiterhin mit an.
Dass mehrere Generationen zusammenarbeiten, bedeutet auch unterschiedliche Vorstellungen. Für Andrea ist deshalb die Kommunikation entscheidend. Sie und Jacob haben ihre Höfe in jungen Jahren übernommen. Gleichzeitig geben ihnen ihre Eltern den Freiraum, eigene Entscheidungen zu treffen und die Betriebe weiterzuentwickeln.

So unterschiedlich Andrea und Jacob ihren Weg in die Landwirtschaft gefunden haben, heute führen sie ihre Höfe gemeinsam weiter. Mit einer Anbauweise, die bereits ihre Väter gewählt haben, und mit einer Familie, die auch heute noch mit anpackt.

Apfelbäuerin Andrea Erlacher steht zwischen Apfelbäumen und hält mehrere rote Äpfel in den Händen.
©IDM Südtirol/Südtiroler Apfelkonsortium/Manuel Ferrigato
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